
Emotionale und gut besuchte Sitzung des Ortsbeirats Wallau
Das beherrschende Thema war die Stellungnahme zum Gewerbegebiet Wallau Ost III. Der Raum war bis zum letzten Stuhl mit Besuchern gefüllt. Mehrere Stadtverordnete wollten sich ebenfalls ein direktes Bild von der Wallauer Meinungsbildung machen und diskutierten engagiert mit. Die Ortsbeiratsvorsitzende Anja Hauzel unterbrach die Sitzung, nachdem sich in der Diskussion kein einheitliches Meinungsbild abzeichnete. In der etwas längeren 5-Minuten-Pause zog sich der Ortsbeirat zur Beratung zurück und kam freudestrahlend mit einem einstimmigen Ergebnis zurück:
- der Magistrat wird aufgefordert, zuerst ein Verkehrsgutachten/Konzept zu erstellen, dass alle schon geplanten Projekte wie Wallauer Spange, Gewerbegebiet in der Lach, Aldi Stadtmitte etc. einbezieht.
- Der in der ursprünglichen Planung vorhandene zusätzliche Autobahnanschluss (Spange 2.0) soll wieder in die Planung einbezogen werden
- Die Stadt soll vertraglich eine Nutzung des Areals durch Logistikdienstleister ausschließen.
Apropos Lärmbelastung in Wallau: Erster Stadtrat Daniel Philipp machte deutlich, dass das neue Betriebskonzept des Frankfurter Flughafens einen deutlichen Anstieg des Fluglärms für Wallau bedeuten würde. Man stehe im Austausch mit den Nachbargemeinden, die eine Klage gegen dieses Konzept vorhaben.
Am Ende der Sitzung waren einige Zuschauer sehr enttäuscht, dass auf dieser Sitzung des Ortsbeirats keine Fragen der Bürger an den Ortsbeirat zugelassen waren. Das führte zu einer kleinen inoffiziellen „Anschlussdiskussion“.
(26.07.25) Hinweis: Wer sich Bilder eines gleich großen MultiBusinessHub in Koblenz ansehen möchte, gibt bei google maps „Villeroy und Boch Polch“ ein, dort sind einige Bilder eines gebauten Hubs zu sehen.
Sitzung des Ortsbeirats Wallau mit spannenden Themen

Am Donnerstag um 19:00 Uhr tagt der Ortsbeirat Wallau im ehemaligen Rathaus. Diesmal stehen durchaus brisante Themen auf der Tagesordnung. So soll der Ortsbeirat einen Beschluss über die Erweiterung des Gewerbegebiets Wallau Ost III fassen. Im Planungsausschuss fand der Beschluss keine Mehrheit und wurde daher in die Ortsbeiräte Wallau und Diedenbergen verwiesen. Sonst hätte der Planungsausschuss konsequenterweise eine negative Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung geben müssen. Zu bedenken gibt es einiges: Der Verkehr wird schon durch die Wallauer Spange weiter steigen, das neue Gewerbegebiet „In der Lach“ ist nur wenige hundert Meter entfernt geplant und beschlossen, und zusätzlich ist zwischen den beiden auch noch ein potentieller Standort für einen Konverter des Rhein-Main-Links. Man kann gespannt auf die Sitzung des Wallauer Ortsbeirats sein – wie wohl die Wallauer das Projekt sehen?
Es könnte eng werden in Wallau

Das Gewerbegebiet in der Lach ist so gut wie durch. Es wurde unter anderem mit Hinweis auf die Firma Polar Mohr beworden. Die muss Ende 2026 aus ihrem jetzigen Domizil in Hofheim ausgezogen sein. In dem Gewerbegebiet bietet ihr die Stadt einen bevorzugten Standort an, um die Traditionsfirma in Hofheim zu halten. So weit, so gut. Plötzlich und unerwartet wird ein weiteres Gewerbegebiet spruchreif: Wallau Ost III. Dort soll ein ziemlich großer Multi Hub entstehen, eine gigantische Halle mit mehreren Hundert Metern Länge und einer Höhe bis zu 16 Metern. Ideal z.B. für Speditionen, die die Nähe zum Autobahnkreuz zu schätzen wissen. Das wären auch 67.000 qm weitere versiegelte Fläche, die sich ungünstig auf die Erhitzung des Mikroklimas auswirken. In Zeiten der immer heißer werdenden Sommer ein Thema. Ein weiteres Problem dürfte der Verkehr werden. Speditionen oder andere Firmen erhöhen selbsverständlich die Fahrzeuganzahl auf den umliegenden Straßen. Schon jetzt ist gerade die Ikea-Ampel sowie die Autobahnzufahrt stark beanprucht. Staus auf dem Kreuz werden gerne umfahren. Und zusätzlich kommt noch die Wallauer Spange, ebenfalls mit Parkhaus und einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Diese Probleme wurden noch nicht besonders betrachtet. Das wäre aber dringend notwendig …… sonst wird es eng auf den Straßen in Wallau.
Noch ein Umspannwerk in Marxheim
Da Rita – Stadt will den Pachtvertrag nicht weiterführen.

Nach über 30 Jahren ist Schluss: Die Pächterin Rita Magliari und die Stadt konnten sich nicht einigen. So geht es aus einer Anfrage der Linken an den Magistrat hervor. Die Pächterin eröffnet eine andere Pizzeria in Hattersheim – und Wallau muss auf ein Bewerbungsverfahren – ähnlich wie bei der Gaststätte zum Meisterturm – hoffen. Es wäre schade, wenn der schöne Dorfmittelpunkt veröden würde. Auch in der letzten Ortsbeiratssitzung in Wallau beschäftigte das Thema die Mitglieder. Die CDU stellte den Antrag, eine Wiederbelebung des „Marktes“ in Wallau zu versuchen. Als Anregung kam auch ein dauerhafter Weinstand wie in Marxheim oder dem Chalet in Hofheim. Ein Restaurant ersetzt dies alles aber nicht …..
Wie geht es weiter mit der Pizzeria Da Rita?
Die Mietpreisbremse – Geeignetes Instrument gegen hohe Mieten?

Mieten sind hoch und belasten das Budget vieler Haushalte. Die Politik verspricht dagegen vorzugehen. Als ein Instrument wurde die Mietpreisbremse entwickelt. Diese begrenzt die Mieterhöhungen bei Neuvermietungen. Ausgenommen sind komplett sanierte oder neu gebaute Wohnungen. Hofheim hatte vor 5 Jahren den Antrag verpasst, in die Städte mit angespannten Wohnungsmarkt aufgenommen zu werden. Jetzt soll die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch entscheiden, ob der Magistrat für die neue Periode die Aufnahme beantragt. Doch was sich im ersten Moment gut anhört, muss nicht gut sein. Eschborn (Durchschnittsmiete 13,32 €), Bad Soden (Durchschnittsmiete 13,41 €) und Kriftel (Durchschnittsmiete 12,87 €) haben die Mietpreisbremse. Trotzdem liegt die Vergleichsmiete über den 12,55 € von Hofheim. Hattersheim hat keine Mietpreisbremse, aber nur eine Durchschnittsmiete von 12,18 € (Daten aus Immoscout.de entnommen). Dort wurde in den letzten Jahren viel gebaut. Das hilft, denn nach den Gesetzen des Marktes sorgt eine Erhöhung des Angebots für sinkende Preise. Aufgrund dieser Daten kann man bezweifeln, dass die Mietpreisbrems zwingend zu niedrigeren Mieten führt. Man darf gespannt die Entscheidung der Stadtverordneten abwarten.
Verfall in Wallau

Nicht schön anzusehen ist mittlerweile die alte Ländcheshalle. Mitten in Wallau verrottet diese auf einem schönen Grundstück. Momentan ein wenig symptomatisch: Auch auf dem Recepturhof verfällt das ehemalige Restaurant Rita und die Bäckerei Schießer / das Rathauscafe ist dicht. Beides beliebte Treffpunkte – für Eltern mit Kindern (Recepturhof) und ältere Wallauer zum Frühstücksplausch (Rathauscafe). Ein lebendiger Ortskern sieht anders aus ……
Brückenverfall trifft auch Hofheim: Rheingaubrücke für LKW mit mehr als 44 T Gesamtgewicht gesperrt.
Quelle: hofheim.de: „Auf der Rheingaubrücke der B 519, die den Hofheimer Stadtteil Marxheim mit der Innenstadt verbindet, gilt ab heute ein Überfahrtsverbot für Großraum- und Schwertransporte ab 44 Tonnen Gesamtgewicht. Das teilt Hessen Mobil mit. Mit dieser Maßnahme kann eine weitere übermäßige Beanspruchung der Brücke verhindert werden. Für den regulären Verkehr – auch den normalen Lkw-Verkehr – bringt die Regelung keine Einschränkungen mit sich.“

Vielleicht eine gute Alternative zur geplanten, etwas gigantisch anmutenden Fahrradbrücke: Die Rheingaubrücke sanieren und verbreitern, so dass ein Fahrradweg (der auch den Namen verdient) über diese Brücke geführt werden kann.
Informationsabend zum Baugebiet Römerwiesen
Wie geht es nun weiter mit dem Baugebiet? Am Donnerstag, 10. April gibt es dazu um 18:00 Uhr einen Informationsabend im Bürgerhaus.