Live von der Ausschutzsitzung Planung & Bau in Hofheim

Erste Amtshandlung zu Beginn: Jörg Ströhmann wird zum Ausschussvorsitzenden gewählt.

Römerwiesen: Beschluss für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist aus dem Jahr 2019. Ein Prüfverfahren ist im Baugesetzbuch vorgeschrieben. Eine zwingende Beteiligung der Rechteinhaber der Grundstücke (Pächter/Eigentümer) ist ebenfalls vorgeschrieben. Es wird geprüft, od die Maßnahme zwingend notwendig ist und ob keine anderen Möglichkeiten denkbar wären. Eine Enteignung ist – sofern die Prüfung positiv ausfällt – möglich. Denkbar ist eine abschnittsweise Entwicklung. Die Bestimmung des Wertes der Grundstücke (vor der Entwicklungsmaßnahme) ist wichtig für den Betrag, der bei der Enteignung gezahlt würde. Stichtag für die Wertentwicklung ist der 2.07.2019. Der Gutachter kommt auf einen Wert von 210 für Grundstücke, die für eine Wohnbebauung vorgesehen werden. (sofern es sich um Bauerwartungsland handelt) Ein kleiner Teil war 2019 nur reines Ackerland, dafür gibt es nur knappe 6 Euro. Der Aufbau der Infrastruktur würde einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Da das Bauerwartungsland vor dem Beschluss der Entwicklungsmaßnahme in den Flächennutzungsplan eingetragen wurde, ist der Wert der Ackerflächen spekulativ in die Höhe geschnellt. Damit ist die rein rechnerisch eine Entwicklung des Gebietes momentan nicht kostendeckend möglich.

Empfehlung Terramag: In eine Arbeitssitzung mit allen Fraktionen eintreten, um ein als Ergebnis ein Angebot an die Eigentümer zu erstellen. (Zeitrahmen: Mehrere Monate). Terramag empfiehlt Stand heute keine komplette Entwicklung in einem Stück.

Verkehrsgutachten zum Gewerbegebiet Wallau Ost III: Das Gutachten wurde von ZIV erstellt. Kurzzusammenfassung: Die Anschlussstellen sind sowieso an der Leistungsgrenze, da machen ein paar mehr KFZ durch das geplante Gewerbegebiet nicht mehr viel aus. Die Wallauer Spange ist allerdings noch außen vor. Je nach von ZIV gewählten Szenario kommen ca. 40 KFZ pro Stunde hinzu. Zur Zeit sind es in der Nachmittagsspitze ca. 2500 KFZ/h. Weiter Informationen über die Präsentation hinaus kann ZIV nicht liefern, da es ein ausführlicheres Gutachten nicht gäbe.

Welche Firmen sich ansiedeln könnten, kann in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden. Der Investor betont nochmal, dass interessante Unternehmen Bedarf angemeldet haben, auch zwischen Rechnenzentrum und Großlogistik.

Da das Verkehrsgutachten noch in den Ortsbeiräten Wallau und Diedenbergen behandelt werden soll, wird der Punkt Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplan wohl vertagt.

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung Wallau/Diedenbergen abgesagt.

Screenshot aus dem Bürgerinformationssystem

Formaler Fehler oder politische Motive? Die beiden CDU-Ortsvorsteher lehnen die Einladung zur gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte ab. Diese sollte sich mit dem Verkehrsgutachten (Erweiterung des Gewerbegebiet Wallau Ost) beschäftigen und eine Einschätzung zu den Auswirkungen abgeben. Der Newsletter hofheim-news sieht darin einen Politkrimi. Es bleibt spannend.

Mehr Fluglärm durch neues Betriebskonzept des Frankfurter Flughafens


Das neue Betriebskonzept des Frankfurter Flughafens sieht mehr Starts nach Nordwesten vor. Dadurch würde auch Hofheim durch deutlich mehr Fluglärm belastet. Den ICE haben wir schon, ebenso das überlastete Autobahnkreuz.
Alles, was mehr Verkehr für Wallau bedeutet, sollte sehr kritisch beurteilt werden ….

Radweg zum Industriegebiet Wallau wohl länger gesperrt.

Der Hang rutscht. Seit über 8 Monaten. Jetzt legt die proffessionell einbetonierte Absperrung nahe, dass sich der Zustand nicht so schnell ändern wird. Ein weniger professionelles, einlaminiertes Schild weist auf eine Umleitung hin – für Radfahrer über die Umgehungsstraße. Das wird weder die bedrängten Radfahrer noch die hinterherzuckelnden Autofahrer erfreuen. Die Treppe für Fußgänger ist weiterhin offen.

Haushalt 2026 ist durch!

Auf der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept beschlossen. Damit stehen auch die Steuersätze 2026 fest (rückwirkend zum 1.1.2026).

Geheimsache Verkehrsgutachten?

Am Mittwoch steht die Aufstellung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Ost auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Ganz unscheinbar, nach den Beschlüssen zum Haushalt. Die CDU hat diesen auf die Tagesordnung gesetzt. Die Verkehrsgutachten, die die Ortsbeiräte in Wallau und Diedenbergen vor einer Zustimmung gefordert hatten, wären da. Aber noch nicht veröffentlicht. Warum? Und wieso sollen die Stadtverordneten ohne Informationen zu dem wichtigen Punkt „Verkehrsbelastung“ entscheiden? Soll da schnell noch eine Entscheidung im Schatten der Haushaltsdiskussion durchgewunken werden? Es wäre auf alle Fälle ein deutliches Signal, wie man mit den Entscheidungen der Ortsbeiräte umgeht, sollte der Antrag durchkommen.

UPDATE 11.03.2026: Der Aufstellungsantrag wurde auf die zweite Stadtverordnetensitzung nach der Wahl verschoben. Ein wesentliches Argument war die Beteiligung der Ortsbeiräte.

Kaffee & Infos – frisch und kostenlos

Noch eine Woche bis zur Wahl, der Haushalt steht noch nicht, dafür das Gewerbegebiet Wallau Ost auf der Tagesordnung der Sitzung am 11. März. Da gibt es viel Diskussionsbedarf. Wo? Vor der Apotheke in Wallau.

Investoren haben ihre eigenen Interessen

Instagram: @schlofnix

Gewerbegebiete sind unbestritten wichtig für Hofheim. Ob aber Wallau Ost III den Haushalt rettet, ist fraglich. Klar ist, bevor Gewerbesteuereinnahmen fließen würden, dauert es noch Jahre. Firmen können ihre Investitionskosten abschreiben, daher würde in den ersten Jahren kein Gewinn abfallen. Zudem können Logistikunternehmen durch ihre Firmenstruktur festlegen, an welchem Standort Gewinne anfallen. Eine Firma möchte und soll Gewinn machen. Wieso sollte sie dann nicht Gewerbesteuer in Hofheim vermeiden und diese lieber im billigeren Eschborn zahlen? Und gerade ein großes Logistikunternehmen wurde als möglicher Mieter genannt. „Nur“ 100 Schwerlast-LKW würden erwartet. Diese Aussage ist selbstredend unverbindlich. Wie auch die möglichen Berechnungen der Einnahmen durch die Gewerbesteuer. Zu denken gibt, dass die von den Ortsbeiräten geforderten Verkehrsgutachten vorliegen, aber noch nicht veröffentlicht sind. Die Straßen werden durch den zusätzlichen Verkehr nicht besser. Die absehbare Sanierung muss irgendwann auch bezahlt werden – aber nicht durch den Investor. Investoren haben ihre eigene Agenda, wie man am Gewerbegebiet in der Lach sieht. Blindes Vertrauen in Aussagen, zumal in Interviews, ist nicht zielführend. Sachliche Abwägung der Argumente, der Vor- und Nachteile, statt ideologischer Entscheidungen sind gefragt.

Zieht Polar Mohr nach Eschborn?

„PCT (ehemals Polar Mohr) prüft den Umzug nach Eschborn“ titelt heute das Höchster Kreisblatt im Lokalteil. Yorck Richter, der neue Manager der Firma, spricht es gegenüber der Zeitung aus: „Der Umzug ins neue Gewerbegebiet ‚An der Lach‘ sei keineswegs sicher“.

(@schlofnix) Instagram-Post vom 5. Januar: Polar Mohr muss bis Ende 2026 aus seinem jetzigen Standort in Hofheim, Hattersheimer Straße, ausziehen. Geplant (gehofft) ist, das die Firma im neuen Gewerbegebiet „In der Lach“ in Diedenbergen ein neues Zuhause findet. Allerdings ist bis jetzt noch nichts von großen baulichen Aktivitäten zu merken ….

In Eschborn stünden schon passende Gebäude, etwas „seriöses und solides“. Endgültig will sich der Manager noch nicht äußern. Allerdings soll auf der Betriebsversammlung am 5. März verkündet werden, wo PCT künftig firmiert. Die Chance, dass PCT in Hofheim bleibt, wird merklich kleiner, aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.