
Am 15. März sind Kommunalwahlen. Aber wen wählen? Am Mittwoch gibt es die Gelegenheit, die netten Kandidaten der FDP beim leckeren Essen in der Turnhalle Marxheim kennenzulernen.

Neuigkeiten aus Wallau & Marxheim
Ralf Domann

Am 15. März sind Kommunalwahlen. Aber wen wählen? Am Mittwoch gibt es die Gelegenheit, die netten Kandidaten der FDP beim leckeren Essen in der Turnhalle Marxheim kennenzulernen.
Der Bahnexperte der Grünen im Bundestag, Matthias Gastel, hatte gefragt, ob Bahnprojekte wegen fehlender Gelder verschoben werden. Ja genau, sagte der parlamentarische Staatssekretär der CSU im Verkehrsministerium, 5 Stück. Darunter die Wallauer Spange. Fehlende Gelder allerorten – ein herber Schlag für Wallau.
Quelle: hessenschau.de

Nicht schön anzuschauen: Die alte Ländcheshalle in Wallau. Zwei Bürger-Workshops haben stattgefunden. Gute Ideen gibt es. Außerdem braucht die Stadt Hofheim, bekanntermaßen pleite, dringend Geld. Daher ist im Haushaltsplan 2026 die Veräußerung des Grundstückes für 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Welche Vorstellungen für die Neubebauung letztlich zum tragen kommen, entscheiden auch die Stadtverordneten. Am 15. März finden die Kommunalwahlen statt. Welche Vorstellungen die einzelnen Parteien für das Sahnestück in Wallau haben, bleibt eine interessante Frage. Diese sollten die Wallauer im Wahlkampf den Vertretern der Parteien stellen ….


In der Stadtverordnetensitzung heute stellte Bürgermeister Wilhelm Schultze den Haushaltsentwurf 2026 vor. Kurzfassung: Alles was nicht unbedingt notwendig ist (z.B. sämtliche Feste und Events wie Eiszauber und Hofheimer Markt) kann sich Hofheim in der nächsten Zukunft nicht mehr leisten. Alles kommt auf den Prüfstand, um die Bürger möglichst wenig zu belasten. Um überhaupt einen genehmigungsfähigen Haushalt vorlegen zu können, steht ein Grundsteuerhebesatz von über 2000! Prozent im Raum. Der Antrag wurde wie üblich in die Ausschüsse überwiesen. Ziel ist es, weiteres Einsparpotential zu finden, um die Erhöhung der Grundsteuer nicht ganz so hoch ausfallen zu lassen. Es werden wohl äußerst spannende Beratungen.
Glosse

Früh morgens schlendert Frida Schmidt durch Wallau. Seit die Sommer so warm sind, ist vor der Arbeit der beste Zeitpunkt. Beton heizt sich eben auf. Um die Finanzen zu sichern, sind Gewerbegebiete wichtig, haben sie gesagt. Dass die internationalen Logistikkonzerne die Steuern lieber in Irland als in Deutschland zahlen, konnte keiner ahnen. Sie muss sich beeilen, wenn sie pünktlich auf der Arbeit sein will. Denn zu spät darf man nicht auf die Autobahn wollen. Schon 2025 war das Autobahnkreuz und die Anschlussstelle Wallau überlastet. Jetzt, mit den vielen zusätzlichen LKWs, muss man sehr viel Zeit einplanen. Zumal die Umgehungsstraße halbseitig wegen einer Dauerbaustelle gesperrt ist. Die LKWs haben der schon damals angeschlagenen Straße den Rest gegeben. Aber sie will sich nicht beschweren. Dank der Einnahmen aus dem Verkauf der Grundstücke konnte der Dachgarten auf dem Landratsamt ansprechend überdacht werden. Vielleicht zu spät, kommt ihr in den Sinn, sonst hätten die Politiker in der Finanzkrise 2025 einen kühlen Kopf behalten.

Hier die offizielle Information der Stadt auf Hofheim.de: Dramatische Finanzsituation: Kreisstadt kämpft mit Kassendefizit und fehlenden Rücklagen
Aktuelle Presseinformation als pdf

Kriftel erhöht 2026 die Gewerbesteuer. 2025 wurde schon die Grundsteuer erhöht. In Hofheim wurden Steuererhöhungen, mutmaßlich auch mit Blick auf die Bürgermeisterwahl im März, bisher ausgeklammert. Doch nun ist Hofheim extrem klamm. Die Rücklagen sind aufgebraucht. Viele Nachbargemeinden haben den Grundsteuersatz wegen der Geldnöte erhöht. Da darf man auf den Haushalt, der am 17. Dezember in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden soll, gespannt sein. Wohltaten runter und Steuern rauf? Wilhelm Schultze ist erst wenige Monate Bürgermeister. Doch wie sagte schon der Vordenker der Macht, Nicolò Machiavelli, 1513: „Unter allen Fürsten kann der neue am wenigsten den Namen der Grausamkeit vermeiden“ – allerdings wird dies in der ersten Zeit auch leichter dem Vorgänger angelastet.
Tagesordnung:

Zum TOP 6 „Aktueller Sachstand Wallauer Spange“ vermeldete Bürgermeister Wilhelm Schultze knapp: „Der Plan in seiner gegenwärtigen Ausführung ist nicht fördermittelfähig.“ Das heißt kein Geld vom Land oder Bund. Daher wieder alle Planungen zurück auf los. In der Bürgerfragestunde kam noch eine Nachfrage: „Gibt es einen konkreten Zeitplan, bis wann der Haltepunkt gebaut ist?“ Die salomonische Antwort des Bürgermeisters: „Wenn drei Kommunen an der Planung beteiligt sind, sieht er sich außerstande, einen belastbaren Zeitplan zu verkünden.“
Zu dem neuen regionalen Flächennutzungsplan hatte die Stadt die Ortsbeiräte um ihre Meinung gefragt. Herr Rösner von der Stadt Hofheim präsentierte nochmal die Änderungen, die Walleu betrafen. Der Ortsbeirat hatte schon fleißig vorgearbeitet und eine gemeinsame Stellungnahme aller Fraktionen vorbereitet. Darin wird bei einigen Punkten wie der Anpassungen an die Realität (z.B. Kleingärten hinter Ikea) sowie der Erweiterung einer möglichen Wohnbebauung an der Theodor-Heuss-Straße nach Nordenstadt der Vorlage der Stadt zugestimmt. Die zwei Erweiterungen des Gewerbegebiets Ost im Norden und Westen werden allerdings kritisch gesehen. Das Gebiet ist im derzeitigen Flächennutzungsplan schon als „klimakritisch“ eingestuft. Da ist eine weitere Versiegelung von Flächen für die Ortspolitiker problematisch. Inweiweit sich die Bedenken der Wallauer im städtischen Vorschlag durchsetzen können, wird sich zeigen.